Ethan Hawke über #MeToo

Ethan Hawke - 2015 Film Independent Spirit AwardsMaya, die Tochter von Ethan Hawke, will auch ins Schauspielgeschäft einsteigen, so wie ihr Vater. Hawke selbst sieht das mit gemischten Gefühlen. Aber die „MeToo“-Debatte kommt ihm da gerade Recht.

Im Interview mit „ZEITmagazin Mann“ sagte der 47-Jährige: „Das Gute ist, dass derzeit durch die #MeToo-Debatte eine echte Revolution im Gange ist. Heute ist eine viel bessere Zeit als früher, um als junge Frau Filme zu machen. Auch wenn ich keinen Missbrauch mitbekommen habe, habe ich meine gesamte Karriere über schlechtes männliches Benehmen gesehen. Und es ist mir eine Freude, dass einige dieser Männer jetzt zur Rechenschaft gezogen werden.“

Allerdings warnt der Schauspieler davor, in der Debatte zu viel zu vermischen. Er meinte weiter: „Wir sollten natürlich die übergriffigen Männer, die ihre Macht ausnutzen, von solchen unterscheiden, die vielleicht einfach nur einen schrägen Fetisch haben. Denn Sexualität ist nun mal auch etwas Merkwürdiges. Und ich habe sehr viele merkwürdige Frauen und Männer in meinem Leben kennengelernt, die ich nicht zur Kategorie übergriffig zählen würde.“ Außerdem wünscht er sich dadruch mehr Jobs für Frauen. Er sagte zudem: „Ich hoffe, dass ein positiver Effekt der #MeToo-Debatte sein wird, dass am Ende Frauen mehr Jobs im Filmgeschäft bekommen. Es ist blamabel, wie weit entfernt wir von 50 : 50 sind, wenn es zum Beispiel um das Regieführen geht.“

Ethan Hawke ist sich bewusst, dass es für seine Tochter Maya keine Alternative zur Schauspielerei gibt, weil sie das so sehr will.

Foto: (c) David Gabber / PR Photos

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