Echo 2018: Kulturratspräsident Christina Höppner verlässt Beirat

Die Kontroverse um die diesjährige Echo-Verleihung geht weiter: Kulturratspräsident Christina Höppner hat die Konsequenz aus der Diskussion um die umstrittene Preisvergabe für Farid Bang und Kollegah gezogen und verlässt den Echo-Beirat, wie „Spiegel Online“ berichtet. Die beiden Rapper erhielten die Trophäe in der Kategorie „HipHop/Urban National“, obwohl sich auf einem Bonus-Track auf deren Album „Jung Brutal Gutaussehend 3“ findet sich die umstrittene Zeile „mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“, die nun entweder als geschmacklos oder sogar antisemitisch bezeichnet wird.

In einem Statement lässt Höppner dazu verlauten: „Auch wenn Gangsta-Rap, der als Genre seit über 30 Jahren existiert, mit seinen spezifischen Ausdrucksformen und Stilmitteln auf Provokation und Grenzüberschreitung angelegt ist, sage ich klar: Ihre Musik ist nicht meine, und die Texte finde ich widerlich.“ Und weiter heißt es: „Diese Entscheidung war ein Fehler. Unzweifelhaft stehen die Mitglieder des Beirats und die in ihr vertretenen Organisationen ohne Wenn und Aber gegen Antisemitismus, Hass und Gewalt.“

Übrigens: Einige Künstler haben bereits deswegen aus Protest ihren Echo zurückgegeben, darunter beispielsweise „Notos“-Quartett, Klaus Voormann und Igor Levit.

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