Gregor Meyle und die Dramaturgie der Muttersprache

Gregor Meyle 30315729-1 bigGregor Meyle findet es klasse, dass es längst nicht mehr als uncool gilt, dass deutsche Künstler auch auf Deutsch singen.

Im Interview mit der Zeitung „Westfälische Nachrichten“ meinte der Musiker vor einiger Zeit: „Ich denke, es gibt generell eine Entwicklung in Deutschland, dass die Leute Lust darauf haben, Texte und Musik gleichzeitig zu verstehen und nicht erst übersetzen müssen. Die Dramaturgie in der Muttersprache ist einfach eine andere. Früher war man schnell dabei, deutschsprachige Texte in die Schlagerecke zu schieben. Da hat sich in den letzten zehn Jahren viel getan in allen Genres. Mir persönlich sind die Texte gar nicht so wichtig. Wir machen ja Musik und keine Textkunst.“ Außerdem fügte Meyle hinzu: „Deutsch ist eine super Sprache. Ich finde sie total geeignet. Wenn man nicht unbedingt als Germanistik-Student an die Sache herangeht, dann bietet unsere Sprache viel Spielraum. Hip-Hop hat da zum Beispiel viele Türen geöffnet, sodass wir auch in Slangs und Dialekten singen können.“

Gregor Meyle hat übrigens schon sehr früh gewusst, dass er Musiker werden möchte. Für den Sänger und Songschreiber war nämlich schon als Kind Musik ein großes Thema, da seine Familie sehr musikalisch ist.

Foto: (c) Universal Music / Sebastian Sach