Marius Müller-Westernhagen gesteht Heulkrämpfe

Haifischbecken Showbusiness: Wer im Rampenlicht steht, schwimmt in der öffentlichen Wahrnehmung gerne auf einer wunderschönen Erfolgswelle. Die Schattenseiten des Ruhms werden dabei meist unter den Teppich gekehrt. Marius Müller-Westernhagen ist nunmehr seit 50 Jahren Teil des Ganzen. Im Interview mit der „FAZ“ gewährte er jetzt Einblicke in das Seelenleben eines Künstlers.

Er erzählte: „Natürlich ist es anfangs toll, ein Riesenstar zu sein und diese gewaltigen Shows zu spielen. Es ist unfassbar, auf eine Bühne zu gehen und die Energie von hunderttausenden Leuten zu spüren, die dir zujubeln.“ Ein Schwall an Emotionen, der surreal scheint. Er fuhr fort: „Nach einem Konzert dieser Größenordnung (vor 10.000 Leuten) wachst du am nächsten Tag auf und denkst, das war nicht Realität. Ein rauschhafter Zustand. Du brauchst so viel Energie, um das aufzufangen und gleichzeitig die Kontrolle zu behalten.“ Der 69-Jährige habe anfangs häufig Heulkrämpfe gehabt, um die Spannung aus dem Körper zu lassen.

Mit all der Erfahrung weiß der Musiker aber inzwischen, wie er mit dem Rampenlicht umgehen muss.