Mousse T. : In seiner Brust schlagen zwei Herzen

Mousse T. hat sich als Teenager mit der Musik seiner Eltern nicht anfreunden können. Der 51-Jährige hat türkische Wurzeln, sein Vater ist Türke. Im Interview mit „planet-interview.de“ verriet er, welche Rolle Musik in seinem Elternhaus gespielt hat.

Er sagte: „Ehrlich gesagt: Als ich Teenager war und meine ‚Coolness‘-Phase hatte, da habe ich es gehasst, was meine Eltern zuhause gehört haben. Mein Vater hörte türkische Musik, meine Mutter Tom Jones – und ich habe es gehasst. Als ich dann aber aus dem Alter raus war, professioneller wurde, mehr Erfahrung sammelte, habe ich diesen Background schätzen gelernt. Ich glaube auch, dass meine Produktionsweise ganz stark davon geprägt ist, dass ich diese beiden Herzen in meiner Brust habe, das türkische und das deutsche. Als Produzent bin ich mittlerweile auch für alles offen, von Klassik bis Hardrock sauge ich alles auf und lasse mich davon inspirieren.“

Außerdem verriet er noch, was sich seit den 90er-Jahren im Bezug auf die Musik geändert hat. Er sagte: „Da habe ich das Gefühl, dass es heute etwas eindimensional geworden ist. DJs und Produzenten werden sehr schnell in Schubladen gesteckt, sprich es muss dann eine reine House-, Deephouse oder eine Electro-Party sein. Als ich anfing, hatte man noch eine größere Bandbreite an Stilen – das fehlt mir heute ein bisschen. Wobei ich inzwischen auch hin und wieder DJs erlebe, die sich diese Freiheiten nehmen.“

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