Woody Allen: Aushängeschild der #MeToo-Bewegung

Woody Allen - "Irrational Man" Chicago PremiereWoody Allen ist der Meinung, er sollte das Aushängeschild der #MeToo-Bewegung sein. Denn keine Schauspielerin hätte sich in seiner langen Karriere je bei ihm über sexuell unangebrachtes Verhalten beschwert, wie er dem argentinischen Nachrichtenprogramm „Periodismo Para Todos“ erzählte. Er sagte: „Ich bin ein großer Befürworter der #MeToo-Bewegung. Ich finde, wenn Menschen unschuldige Frauen und Männer schikanieren, ist es eine gute Sache, wenn sie entlarvt werden. (…) Ich habe mit hunderten von Schauspielerinnen gearbeitet und nicht eine Einzige (…) hat je irgendeine Art von Fehlverhalten angedeutet.“

Über die Vorwürfe seiner Stieftochter Dylan Farrow, er hätte sie im Alter von sieben Jahren sexuell missbraucht, meinte Allen: „Das ist etwas, dass vor 25 Jahren sorgfältig angeschaut wurde und die Behörden kamen zu dem Schluss, dass es nicht wahr ist. Und das war das Ende und ich habe mit meinem Leben weitergemacht. Dass es jetzt wiederaufkommt, ist eine schreckliche Sache. (…) Ich bin ein Mann mit einer Familie und meinen eigenen Kindern. Natürlich regt es mich auch.“

Dylan Farrow hatte im Februar in einem offenen Brief in der „New York Times“ ihrem Stiefvater Woody Allen erneut vorgeworfen, sie als Kind sexuell missbraucht zu haben.

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