Ndaba Mandela: Opa hat ihn ermuntert, kritisch zu Denken

Am 18. Juli wäre der 100. Geburtstag von Nelson Mandela gewesen. Sein Enkel Ndaba war sieben Jahre alt, als er seinen Opa zum ersten Mal besuchen durfte. Damals saß dieser noch im Gefängnis. Fünf Jahre später, als dieser als Präsident kandidierte, zog er zu seinem Großvater.

Im Interview mit dem Magazin „Happinez“ erzählt der heute 35-Jährige, dass sein Opa ihm viel beigebracht hat über das Leben. Er sagte: „Wir lasen zusammen die Zeitung. Nicht die Sportseiten oder die Comics – wir studierten alles vom Anfang bis zum Ende. Gelegentlich wies mich Großvater auf einen Bericht hin oder kommentierte ihn, indem er begeistert zustimmte oder vehement widersprach. Er erwartete kein Kopfnicken, sondern Hinsehen, wahrhaftiges Hinsehen. Denn die Blume, die immer blüht, die übersiehst du leicht. Er ermunterte mich zum Hinterfragen, zum kritischen Denken.“

Ndaba hat noch eine andere Weisheit von seinem Opa gelernt. Er sagte: „Groß bist du nicht, weil du behauptest, groß zu sein. Sondern, wenn du deiner Stärken und deiner Schwächen gewahr wirst – und denen des anderen.“ Und er brachte ihm bei, dass dies nur mit Mitgefühl möglich sei. Er sagte: „Unendliches Mitgefühl. Mit mir und dem anderen. Mitgefühl, das alles überrollt wie ein Hippo – selbst jeglichen Hass.“

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