Bosse: Neues Album und was er seinen Enkeln erzählen will

Bosse 30351467-1 bigSeit letzten Freitag (12.10.) ist das Album „Alles ist jetzt“ von Bosse auf dem Markt. Insgesamt klingt die Platte recht erwachsen.

Dazu sagte Bosse im Interview mit „t-online.de“: „Ja, das Älterwerden gehört schon, wie bei allen anderen Menschen auch, bei mir so dazu. Ja, ich merke, ich bin keine 22 mehr. Das hat auch total viele Vorteile und auch ein paar Nachteile. In jeder Biografie steht irgendwann, der Künstler ist jetzt angekommen. Ankommen würde aber immer gleich heißen, dass das immer alles so gleich sein. Ankommen ist ja immer irgendwo ein Punkt. Bei mir ist es so, ich kann immer nur schreiben, schreiben, schreiben. Und aus den zwei Jahren, in denen ich geschrieben hab, mit aller Liebe und allem Schweiß, den ich da so reingepackt hab, das beste rausholen. Und ja, das ist ein Album geworden, da geht es um Glück, da geht es um Haltung und ein bisschen um Politik. Da geht es um Empathie, um Liebe, um Familie, um so kleine Komplikationen. Das ist schon ganz schön, nicht 22 Jahre alt zu sein, sondern 38. Jaja, das ist mein Alter, genau. Wenn ich mir jetzt meine sieben Alben nacheinander so angucke später mal – hoffentlich sind es dann später mal 15 – so als Opa, dann kann man glaub ich schon genau seinen Enkeln erzählen, in welcher Dekade seines Lebens man gerade war, weil so sind auch die Themen. So ist grade mein Leben. Das ist ganz schön gesettled. Ich weiß, was ich will, und was ich nicht will.“

Vor acht Jahren hat Bosse übrigens beim Bundesvision-Songcontest gewonnen. Ob er sowas wieder machen würde, dazu sagte er im Interview: „Klar, auf jeden Fall. Musikplätze und Halbplayback-Plätze im Fernsehen sind so spärlich besetzt. Ich finde alles, was nicht so mit Casting und Jugendverarsche zu tun hat, super. Ich fand auch den Bundesvision-Songcontest einfach nur gut, weil das war Startpunkt für ‚Kraftclub‘.“

Foto: (c) Universal Music / Tim Bruening