Frank Turner: „Die Texte ergaben sich daraus, dass die Welt 2016 verrückt wurde“

Frank Turner 30342021-1 bigAuf seinem aktuellen Album „Be More Kind“ weicht Frank Turner erstmals von seinem bewährten Sound ab.

Im Interview mit „gitarrebass.de“ erklärt der in Bahrain geborene Brite, wieso. Er sagte: „Ich habe das Gefühl, dass ich mit meinen letzten sechs Alben alles getan habe, was man mit einem minimalistischen Setup aus Gesang und Gitarre erreichen kann. Also: Ich habe das Feld ausführlich beackert – so sehr, dass ich dringend etwas anderes brauche. Ich spiele meine alten Songs immer noch live. Aber ich fand es auch spannend, mit diesem Album ein paar neue Sachen auszuprobieren. Das hat mir das Gefühl gegeben, ich wäre wieder 21 – als ich mein erstes Album gemacht habe. Und an ,Be More Kind‘ haben wir länger gearbeitet als an jedem anderen. Was nicht zuletzt daran lag, dass ich mich an Sachen versucht habe, von denen ich bislang keine Ahnung hatte. Gerade die Stücke, die mehr Beat-orientiert sind, habe ich immer und immer wieder bearbeitet, um sicherzustellen, dass sie nicht zu amateurmäßig klingen.“ Weiter sagte er: „Aber gleichzeitig ist es an der Zeit, etwas Neues zu probieren. Und zu allem Überfluss hatte ich relativ lange eine fiese Schreibblockade, weshalb ich anfing, auf meinem Laptop mit elektronischen Sounds herumzuspielen – einfach, um zu sehen, wohin das führt. Die Texte ergaben sich allein daraus, dass die Welt 2016 verrückt wurde.“

Das Album „Be More Kind“ ist übrigens im Mai 2018 erschienen.

Foto: (c) James Medina / Universal Music