Kevin Spacey geht in die Offensive

Kevin Spacey - 71st Annual Tony AwardsKevin Spacey scheint genug vom Versteckspiel zu haben. An Weihnachten postete der Schauspieler ein dreiminütiges, zugegebenermaßen verstörendes, Video. Dabei hält er einen Monolog im Stil seiner Kultfigur Frank Underwood aus der Polit-Serie „House of Cards.“ Er jonglierte im Clip gekonnt mit Serien-Fiktion und Realität – eins wurde aber auf jeden Fall deutlich: Der 59-Jährige geht in die Offensive.

Und tatsächlich: Dem „Boston Globe“ soll ein Mitschnitt der ersten Gerichtsanhörung vorliegen. Der Fall: Sexuelle Belästigung und Körperverletzung an einem 18-Jährigen im Sommer 2016. Spaceys Taktik: Gewagt, denn er dreht den Spieß um. Demnach soll das Opfer hinsichtlich des Alters gelogen, sich für 23 ausgegeben und Alkohol in Massen konsumiert haben. So weit, so unspektakulär. Spaceys Seite argumentiert allerdings auch damit, dass der Jugendliche den Kontakt hergestellt habe. Und das Ass im Ärmel kommt aus der Klageschrift: Laut der Aussage des Opfers soll der Täter ihn drei Minuten lang berührt haben. Spaceys Anwalt wird vom „Globe“ mit den Worten zitiert: „Das ist eine verdammt lange Zeit, um die Hand eines Fremden in seiner Hose zuzulassen, oder?“ Gegenwehr fand nämlich angeblich keine statt und Augenzeugen gibt es wohl auch nicht.

Am 07. Januar muss der Haftrichter die Angelegenheit beurteilen. Dann äußert sich Spacey höchstpersönlich vor Gericht zu den Anschuldigungen.

Foto: (c) Lisa Holte / PR Photos

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