Frank Turner und wo er die Frauen findet, über die er singt

Frank Turner 30342021-1 bigIn seinem aktuellen Album „No Man’s Land“, das am 16.08. erschien, erzählt Frank Turner die Geschichte von 13 Frauen.

Im Interview mit „musikblog“ verriet der 37-Jährige, wie er die Frauen gefunden hat, über die er singt. Dazu sagte der Brite: „Meistens bei irgendeiner geschichtlichen Lektüre. Ich habe zum Beispiel ein Buch über den Amerikanischen Westen gelesen und Dora Hands gesamtes Leben wurde in zwei Absätzen abgefrühstückt und ich dachte mir: ‚Was zur Hölle? Das ist die verrückteste Geschichte, die ich jemals gehört habe!‘ Ich konnte gar nicht glauben, dass bislang noch niemand einen Song darüber geschrieben hatte.“ Weiter sagte er: „Bei ‚Jinny Bingham’s Ghost‘ war es ein bisschen anders. Ich wollte gerne einen Song über Camden Town schreiben, weil es mein Lieblingsort ist. Und es gibt schon viele Nummern, die von der Verrücktheit und Freiheit dieses Ortes erzählen, also suchte ich nach einem anderen Blickwinkel. Und dann fand ich Jinny Bingham und habe einen Song über sie geschrieben. Aber das ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Story für mich an erster Stelle steht.“

Sein letztes Album „Be More Kind“ ist vor gut einem Jahr erschienen. Im Interview sagte der Brite noch, ob die Welt heute ein bisschen netter ist, als damals. Er sagte lachend: „Wahrscheinlich nicht wirklich. Diese Platte war eine sehr spezielle Antwort zu dem, was da gerade politisch in der Welt passiert ist. Das Problem bei politischen Alben ist, dass sie sehr schnell nicht mehr aktuell sein können. Aber da war ein kleiner Teil in mir, der dachte: Was wäre, wenn ich diese Platte jetzt aufnehme und alle sich einfach beruhigen? Aber ich glaube nicht, dass das passiert ist. Und selbst wenn die Welt plötzlich ein netterer Ort gewesen wäre, dann wahrscheinlich nicht wegen dieser Platte.“

Foto: (c) James Medina / Universal Music