„Soundgarden“ fordern Zugang zu Demos von Chris Cornell

Chris Cornell - Soundgarden in Concert at the O2 Academy in London - September 19, 2013 Die verbliebenen Mitglieder von „Soundgarden“ würden gerne ein neues Album herausbringen. Ihr verstorbener Frontmann Chris Cornell hat vor seinem Selbstmord noch etliche Demos aufgenommen, die die Band gerne an die Fans weitergeben möchte.

Gitarrist Kim Thayil meinte diesbezüglich zu „Music Radar“: „Es sind zwar nur Demos, aber die Qualität ist ziemlich gut, weil Chris und Matt [Cameron, Schlagzeuger] sich beide sehr für Home-Recording-Techniken interessierten. Die beiden produzierten dann zum Beispiel ein Demo und dann fügten Ben und ich Gitarre und Bass hinzu. Manchmal spielte Matt Schlagzeug über ein Riff, das Chris zuvor aufgenommen hat. Und das nahmen dann wiederum unsere Toningenieure auf.“ Doch es gibt Probleme. Die Rocker kommen nicht an die Originalaufnahmen, die sie jedoch dringend für die Albumherstellung benötigen. Thayil meinte weiter: „Wir versuchen seit zwei Jahren, das ins Rollen zu bekommen, aber die Demos, an denen Chris mit den Toningenieuren gearbeitet hat, sind leider nicht in unserem Besitz. (…) Wir haben schon nett gefragt und betont, dass es für alle Beteiligten Vorteile hätte, wenn die Band die Dateien hat. Dann könnten wir die Songs fertigstellen, an denen wir gerade arbeiten. Aber es scheint Verwirrung dahingehend zu geben, was das alles mit sich bringen würde und wer davon profitiert. Es ist anstrengend. Und wir können nicht weitermachen, bis verstanden wird, wie wertvoll es ist, seinen kreativen Partnern Zugang zu dem Material zu erlauben.“

Letzte Woche (26.07.) haben „Soundgarden“ übrigens das Live-Album „Live From The Artists Den“ veröffentlicht.

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