Felix Kummer: „Die Naziszene ist so wahnsinnig unsexy“

Felix Kummer 30363590-1 big Felix Kummer ist in Chemnitz aufgewachsen und lebt auch aktuell noch dort. Trotz der rechten Szene dort hat der Sänger der Band „Kraftklub“ es geschafft, sich dem ideologischen Einfluss von rechts zu entziehen.

Wie ihm das gelungen ist, das erklärte der 21-Jährige im Interview mit der „Berliner Zeitung“: „Das war nicht so schwer. Besonders anziehend wirkte die Naziszene nicht. Das ist einfach so wahnsinnig unsexy: eine unangenehme Männerwelt, so streng und spaßbefreit. Und dann ist Rechtsrock auch noch so eine Kackmusik! Unser Gitarrist Steffen, der Skater war, erzählt gerne die Geschichte, dass der beste Ort zum Skaten auf dem Weg zum Fußballstadion lag – bei Schlusspfiff musste man aber schauen, dass man weg war, denn dann kamen die Hools, um die Boards kaputt zu kloppen. Das beschreibt ganz gut, warum mich diese Faschos bis heute so abturnen: Alles, was schön ist und Spaß macht, wollen die kaputtmachen.“

Er verriet auch, was er stattdessen für sich entdeckt hat. Dazu sagte er: „HipHop, Britpop und dann die Indiewelle: ‚The Strokes‘, ‚The Hives‘, ‚Arctic Monkeys‘ – das war eine Offenbarung. Und sah so viel cooler aus als der Fascho-Lifestyle.“

Foto: (c) Hotel Rocco