Felix Kummer über „Kiox“ und warum es nicht im regulären Handel ist

Felix Kummer 30363590-1 big Vorgestern (11.10.) kommt das erste Solo-Album „Kiox“ von „Kraftklub“-Sänger Felix Kummer auf den Markt, und zwar als CD und auf Vinyl. Im regulären Handel wird es dieses aber nicht geben.

Im Interview mit der „Berliner Zeitung“ erklärte der Sänger, wo es das Album zu kaufen gibt. Er sagte: „Es ist nur auf zwei Wegen zu bekommen: Man kann beides bestellen oder im Zeitraum zwischen dem 11. und 13. Oktober in einem extra dafür eingerichteten Laden in Chemnitz erwerben. Der Laden ist dem ehemaligen Plattengeschäft meines Vaters nachempfunden. Der hieß auch Kiox. Das war der Ort, an dem ich zum ersten Mal mit Musik in Berührung kam. Meine Sozialisierung mit Musik war stets haptisch. Ich will Musik anfassen können. Daher gibt es meine Platte auch auf CD und blauem Vinyl. Ein Album ausschließlich zum Streamen hätte ich blöd gefunden.“

Über den Kiosk seines Vaters, den dieser in den Wirren der Nachwendezeit eröffnet hat, meinte Kummer noch: „Er hatte den Laden zusammen mit einem Kumpel, der Secondhand-Kleidung verkauft hat. Kiox war so eine Art Independent-Kaufhaus. Das war in einer alten Fabrik. Im Erdgeschoss gab es neue Jeans und HipHop-Klamotten, in der ersten Etage Secondhand und oben das CD- und Vinyl-Segment meines Vaters. Da bin ich aufgewachsen. Mein kleiner Bruder und ich sind da die ganze Zeit rumgeflitzt. Heute sind da Loftwohnungen drin. Die Gentrifizierung macht halt auch vor Chemnitz nicht halt.“

Foto: (c) Hotel Rocco