Niels Frevert: Warum er fast den Zugang zur Musik verloren hätte

Herdringen Jagdschloss LooMeeAnfang September hat Niels Frevert sein neues Album „Putzlicht“ rausgebracht, und zwar fünf Jahre nach seinem letzten Album. Es hat so lange gedauert, weil er eine Art Schreibblockade hatte.

Im Interview mit „muensterschezeitung.de“ sagte der 51-Jährige: „Mir ist schon etwas eingefallen, aber das war mir zu jammernd und zu weinerlich. So ein Album wollte ich nicht herausbringen. Deshalb bin ich eine Zeit lang in Deckung gegangen und habe abgewartet, bis wieder mehr Optimismus eingekehrt war und Lieder mit kraftvolleren Strophen herausgekommen sind. Es gab dann eine Phase mit privaten Problemen, in der ich nicht wusste, wie und ob es überhaupt weitergeht. Eine Krise, in der ich das Gefühl hatte, den Zugang zum Musikmachen verloren zu haben.“

Der Song „Immer noch die Musik“ handelt davon, dass egal, was auch Schlimmes passiert, die Musik einem immer noch Halt bietet. Dazu sagte der Sänger noch: „Für den Menschen, der Musik hört, ist sie auch ein Begleiter in dunklen Stunden. In solchen Momenten ist einem die Musik sehr nahe. Für den Musikschaffenden hat es zwei Seiten, deshalb nenne ich den Song auch immer ein bipolares Liebeslied an die Musik: Den Songwriter kann ein Lied auch zur Verzweiflung treiben, wenn es seinen Ansprüchen nicht genügt.“

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