Alexander Klaws rechnet mit Musicalszene ab

Alexander Klaws - Hamburger HerbstempfangAls Tarzan schwang sich Alexander Klaws zum Publikumsliebling der Musicalszene auf, er selbst sieht die Branche, mit etwas Abstand, aber sehr kritisch. Via „Facebook“ machte der 37-Jährige seinem Ärger Luft. Der Anlass: Musical-Veranstalter „Stage Entertainment“ verkündete, dass das „Metronom Theater“ in Oberhausen geschlossen wird. Klaws in seinem Statement: „Alle wundern sich darüber, was sich aus meiner Sicht längst angekündigt hat. Theater schließen, weil große Firmen unter anderem nicht mit der Zeit gehen, an ihrer fragwürdigen Preispolitik festhalten, und überall an der Qualität gespart und das Publikum für dumm verkauft wird.“

Die ganze Problematik fange schon bei der Nachwuchsförderung an. Er ergänzte: „Früher wurde in die Kunst und vor allem in den Nachwuchs investiert – siehe die ‚Joop van den Ende Academy‘, die vor zwei Jahren plötzlich geschlossen wurde – heute wird nur noch versucht, Profit zu machen, mit möglichst geringem Aufwand. (…) Wir erleben gerade was passiert, wenn man schlicht am falschen Ende spart oder teilweise versucht, dem Publikum einen Toyota als Ferrari zu verkaufen.“ Ein untragbarer Zustand, weshalb der Musiker abschließend appellierte: „An alle großen Macher da draußen: Investiert in die Qualität, investiert in die Kunst, die unsere und eure Welt für ein paar Stunden im Alltag schöner macht! Macht es richtig – oder lasst es bleiben!“

Alexander Klaws spielte seine Tarzan-Rolle bis 2016 unter anderem im „Metronom Theater“ in Oberhausen, das jetzt geschlossen wird.

Foto via BANG Showbiz