Mick von „Simply Red“: „Derzeit passiert auf der Welt viel Scheiße“

Mick Hucknall 30362945-1 bigMick Hucknall ist nicht nur Gründer und Frontmann von „Simply Red“, sondern seit 2010 auch Ehemann und seit 2007 Vater einer Tochter. Wie schwierig es für ihn vor zwölf Jahren war, sich in die neue Rolle einzufinden, das verriet der 59-Jährige im Interview mit „Krone“:

„Es war natürlich ein Lernprozess. Wenn man meine Hündin mitrechnet, lebe ich mit drei Frauen zusammen. (lacht) Du musst bei einem Kind natürlich auf ganz andere Dinge Rücksicht nehmen und dich selbst in die zweite Reihe stellen. Vor allem wenn du berühmt bist, wollen dir alle irgendwie helfen und irgendwo in deinem Umkreis sein. Zuhause fällt diese Fassade aber völlig ab und das ist auch gut und wichtig. Meine Familie hat sehr stark ‚Big Love‘ inspiriert, aber ‚Blue Eyed Soul‘ ist mehr eine Flucht aus der Lage, in der wir Menschen uns gerade auf der Welt befinden. Derzeit passiert ziemlich viel Scheiße und im Song ‚Ring That Bell‘ spreche ich das Thema auch an. Abseits dieser Nummer ist das Werk aber mehr eine Flucht vor Donald ‚Fucking‘ Trump und dem Brexit. Das Album dreht sich darum, dass ich mich davon distanziere und eine Welt betrete, die ich schätze und in der ich mich wohlfühle.“

Außerdem sagte er, ob er vom Musikgeschmack seiner 12-jährigen Tochter inspiriert wird. Dau sagte der Musiker: „Das ist überhaupt kein Problem für mich! Ich würde gerne mehr von ihr lernen und ich animiere sie auch dazu, ihre eigenen Wege zu finden.“

Foto: (c) Warner Music / Lorenzo Agius