Mick von „Simply Red“: frühe Tod von Prince und Co. brach ihm das Herz

Mick Hucknall - BBC2 Radio Live 2019Mick Hucknall macht Musik, die ihm gefällt, so auch auf der aktuellen „Simply Red“-Platte „Blue Eyed Soul“. Im Interview mit „Krone“ verriet der Frontmann, ob er sich Gedanken darüber gemacht hat, dass das Album zeitgemäß und modern ist.

Dazu sagte der 59-Jährige: „Nicht eine Sekunde habe ich darüber nachgedacht, das interessiert mich gar nicht. Ich mache die Musik, die mir gefällt und das reicht mir auch. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn du dich mit 59 zu etwas Zeitgemäßem hinreißen lässt und glaubst, du kannst dich mit den Kids von heute messen. Wie pathetisch wäre es, ein junges Album für einen jungen Markt zu machen? Ich bin glücklich mit meinem Alter und froh, dass ich noch immer lebe. Leute wie Prince oder George Michael sind gegangen, Amy Winehouse und Michael Jackson noch viel früher. Sie alle gingen weit vor ihrer Zeit und es brach mir jedes Mal das Herz. Ich bin einfach glücklich, dass ich gesund bin, noch meine Stimme habe und mit ihr arbeiten kann. Ich kann mich über nichts beschweren.“

Außerdem erklärte der Vollblutmusiker auch, dass er sich nie von anderen Künstlern inspirieren lässt: „Ich tue auch nicht so, als ob. Ich will kein junger Typ sein. Wenn ich etwas höre und mag, dann ist das natürlich großartig, ich suche nur nicht aktiv danach. Ich lerne wohl mehr von meiner Tochter, doch ihre Lieblingsband ist ‚Queen‘. Sie ist zwölf Jahre alt. Sie mag auch Pink sehr gerne. Sie hat mir etwa einen tollen Song von Lily Allen gezeigt, der mir total gut gefallen hat. Sie hat den Geschmack der Kids von heute.“

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