Mick von „Simply Red“ und die Entstehung von „Blue Eyed Soul“

Mick Hucknall 30362945-1 bigSeit Ende letzter Woche (08.11.) ist das neue Album „Blue Eyed Soul“ von „Simply Red“ draußen, mit dem die Band dann 2020 auch auf Tour geht. Das Album bietet eine breite Palette an verschiedenen Musikstilen. Von Funk-Songs über Balladen, bis hin zu poppigen Songs, ist alles vertreten.

Im Interview mit „Krone“ sagte Frontmann Mick Hucknall dazu: „Ich sehe das Album nicht als Reflektion meiner Karriere sondern vielmehr in die Zukunft. Ich war einmal auf einer Party und ein Freund von mir, ein irischer Musiker, dessen Name ich nicht nennen möchte, sagte mir, ich sei ein großer Soul-Sänger. Ich habe darüber nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass ich schon viel Reggae und Jazz gemacht habe. (…) Als er vom Soul sprach, wusste ich, dass ich das versuchen müsste. Er meinte, ich soll nicht so viel experimentieren und einfach meinem Instinkt folgen. Ich habe dann die ersten Songs geschrieben und sie klangen sehr stark nach Soul und Funk. Ich habe die ersten Texte und Melodien in ganz normalen Alltagssituationen geschrieben – etwa während ich vor dem Fernseher saß oder mit dem Hund rausging. Ich wollte die Songs im Stil von Künstlern wie Wilson Pickett, Otis Redding oder James Brown schreiben. Künstler, die ich schon mein ganzes Leben lang bewundere.“

Außerdem sagte er über die Songs, die er in den 80er-Jahren erschaffen hat: „Ich würde nicht sagen, ich bereue etwas. Wir haben damals schon unser eigenes Ding durchgezogen. Es gibt technische Feinheiten, die mir heute nicht mehr gefallen. Die Snare-Drum auf ‚Money’s Too Tight (To Mention)‘ klingt sehr blechern. Wenn wir den Song aber live spielen, klingt er heute ganz anders.“

Foto: (c) Warner Music / Lorenzo Agius