BAFTA Awards 2020: Joaquin Phoenix nutzt Dankesrede für Kritik

Joaquin Phoenix - The Art Of Elysium's 12th Annual Celebration Vorgestern Abend (02.02.) wurde Joaquin Phoenix bei den BAFTA Awards als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in „Joker“ ausgezeichnet. Doch in seiner Dankesrede äußerte er Kritik an der mangelnden Diversität und systematischem Rassismus in der Filmindustrie. Wie „filmstart.de“ berichtet, sagte der 45 Jährige in Anspielung darauf, dass bei den BAFTAs Schauspieler mit anderer Hautfarbe gerne übergangen werden, dass er in einem „Zwiespalt stecke, denn so viele meiner Schauspielkollegen, die es verdient hätten, haben nicht dasselbe Privileg“.

Er kritisierte sowohl Veranstalter, als auch Nominierte: „Ich denke, wir senden eine klare Botschaft an Menschen anderer Hautfarben, dass sie hier nicht willkommen sind.“ Weiter führte der Schauspieler fort: „Ich glaube nicht, dass jemand etwas geschenkt haben oder bevorzugt behandelt werden will, Menschen wollen nur für ihre Arbeit wertgeschätzt, gewürdigt und respektiert werden. Und das ist keine selbstgerechte Verurteilung. Ich bin selbst Teil des Problems.“ Am Ende folgte noch eine deutliche Aufforderung. Er sagte: „Wir müssen hart arbeiten, um systematischen Rassismus zu verstehen. Ich denke, es ist die Pflicht der Menschen, die das System der Unterdrückung erschaffen, aufrechterhalten und davon profitiert haben, es abzureißen. Das ist unser Job.“

Als beste Hauptdarstellerin wurde übrigens Renée Zellweger ausgezeichnet.

Foto: (c) David Gabber / PR Photos

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