Ben von „Biffy Clyro“: „Man kann der Politik nicht mehr entfliehen“

Biffy Clyro big„Biffy Clyro“ haben am 14.08. ihr neues Album „A Celebration Of Endings“ veröffentlicht. Obwohl die Band eher nicht als politische Band bekannt ist, hat sich das jetzt geändert. Warum, das erklärte Schlagzeuger Ben Johnston im Interview mit „musikblog.de“.

Er sagte: „Das ist dem aktuellen Weltgeschehen verschuldet. Man kann der Politik einfach nicht mehr entfliehen. (…) Jetzt kann man sich täglich angucken, wie Trump das Niveau auf einen neuen Tiefstand bringt und Rassismus wieder salonfähig macht. Oder Boris Johnson, der Frauen, die eine Burka tragen als ‚Briefkästen‘ betitelt und damit auch noch durchkommt, während wir den Brexit ausbaden müssen. Ein großer Fehler, der niemals hätte passieren dürfen. Wir wollen über die Sachen singen, die uns gerade beschäftigen und das ist derzeit eben vor allem die Politik.“

Das Album ist aus einem Ende heraus entstanden, wie der Musiker erzählte. Er verriet im Interview auch, welches Ende er zuletzt gefeiert hat. Dazu sagte Johnston lachend: „Ganz klar das Ende der Sperrung des Golfplatzes. Wir hatten so schönes Wetter im April und ich durfte einfach kein Golf spielen, was für mich überhaupt keinen Sinn gemacht hat. Gibt es irgendeinen Sport, der mehr den Prinzipien des Social-Distancings folgt?“

Foto: (c) Ash Roberts