Vince Clarke von „Erasure“: „Es ist schrecklich deprimierend“

Erasure 30374088-1 bigAm 21.08. haben „Erasure“ ihr Album „The Neon“ veröffentlicht, mitten in Zeiten der Corona-Pandemie. Im Interview mit der „Berliner Zeitung“ verriet Vince Clarke, der seit 15 Jahre in Brooklyn lebt, wie sich das Corona-Leben in New York für Musiker anfühlt.

Dazu sagte der 60-Jährige: „Die Leute gehen sich auf dem Bürgersteig aus dem Weg, das hat es vorher nicht gegeben. Aber mal im Ernst, es ist natürlich schrecklich deprimierend. Ich habe Covid-19 am Anfang nicht sehr ernst genommen, hätte nie gedacht, dass es mich so stark betreffen könnte. Zum Glück habe ich mein Kellerstudio, in dem ich von zu Hause aus Musik machen kann. Dazu kommt, dass ich viel mehr Zeit zum Musikhören habe. Ich mache beispielsweise mit einem Freund alle zwei Wochen eine Radiosendung, in der vor allem elektronische Musik läuft. Dafür habe ich in letzter Zeit viel entdeckt. Und ich liebe die Podcasts, die Paul Simon seit dem Lockdown von seinem Apartment aus macht. Ich bin ein großer Paul-Simon-Fan.“

Das neue Album hat trotz Corona eine positive Grundstimmung. Das war so gewollt, wie Clarke im Interview erzählte. Er sagte: „Ich glaube, wir wollten nach ‚World Be Gone‘ einfach etwas Hoffnungsvolleres machen. Als Musiker sagt man eben oft: Das haben wir jetzt abgehakt, jetzt muss etwas Neues kommen. Das Album war übrigens vor Beginn der Pandemie fertig gemischt, die hatte also keinen Einfluss darauf.“

Foto: (c) erasureinfo.com