Joris, Lotte und das Statement zur Kultur- und Veranstaltungsbranche

Joris 30374576-1 bigNovember ist in Deutschland Lockdown-Zeit. Für eine Branche macht das aber gefühlt kaum noch einen Unterschied: die Kultur- und Veranstaltungsbranche. Die leidet seit Anbeginn der Pandemie, also seit knapp acht Monaten. Um sich Gehör zu verschaffen, gingen am Mittwoch (28.10.) mal wieder mehrere tausend Betroffene des Bündnisses „Alarmstufe Rot“ auf die Straße. Nicht mit dabei waren die Musiker Joris und Lotte. Sie verbrachten die Zeit stattdessen gemeinsam im Studio.

Trotzdem wollten beide ihren Standpunkt mitteilen, deswegen verwiesen sie auf ein rund siebenminütiges Video des Musikers und Fotografen Till Brönner. Darin sagt der 49-Jährige: „Seit Monaten schaue ich mir jetzt nicht nur an, wie eine gesamte Branche durch Corona lahmgelegt wird, sondern erlebe auch, wie auffällig verhalten und geradezu übervorsichtig Bühnenkünstler sich, auch nach acht Monaten, zu dieser Misere äußern – obwohl ihre Existenz fundamental auf dem Spiel steht. Ich halte diese Zurückhaltung aus unseren eigenen Reihen für fatal, weil sie ein völlig falsches Bild der dramatischen Lage zeichnet. Ich denke es ist an der Zeit, mal klarzustellen, worüber wir gerade sprechen. Hier geht es nicht um Selbstverwirklicher, die in ihrer Eitelkeit gekränkt sind. Es geht um uns alle. Und es geht um Geld, viel Geld.“ Zu seinem Clip schrieb Brönner ergänzend: „Es muss jetzt was passieren für die Kultur- und Veranstaltungsbranche.“

Übrigens: Joris musste seine Clubkonzerte für diesen Herbst absagen.

Foto: (c) Sony Music