Joy Denalane: „Ich bin nicht dafür angetreten, um reich zu werden“

Joy Denalane 30374705-1 big Joy Denalane hat am 4. September ihr neues Album „Let Yourself Be Loved“ herausgebracht. Damit hat die Sängerin als erste deutsche Künstlerin ein Soulalbum beim US-Label Motown Records veröffentlicht. Musik-Größen, wie „The Supremes“, Marvin Gaye oder „The Temptations“ haben dort schon Alben veröffentlicht. „Let Yourself Be Loved“ ist Joys fünftes Studioalbum.

Im Gespräch mit „Musikexpress“ hat die 47-Jährige jetzt verraten, wie es für sie gewesen wäre, wenn das Veröffentlichungsdatum aufgrund der Coronapandemie verschoben hätte werden müssen: „Ich will Kunst machen und nicht das große Geld verdienen. Dafür wäre dieser Beruf viel zu riskant. Selbst als etablierte Künstlerin geht mit jeder Albumveröffentlichung eine Unsicherheit einher. Ich bin nicht dafür angetreten, um reich zu werden, sondern um dem Drang in mir nachzugehen, Musik zu machen und sie mit Menschen zu teilen. Außerdem ist gerade jetzt die Zeit, in der wir Musik brauchen. Weil wir hadern, weil wir Angst haben. Ich habe zuletzt so viel Musik konsumiert, mir jedes Tiny Desk-Konzert angeschaut und es hat mir dabei geholfen, meine inneren Unsicherheiten zu heilen. Als Künstlerin habe ich einen Auftrag. Ich schaffe Kultur. Und wenn ich nun mal Musik mache, warum sollte ich diese nicht teilen? Der Zuspruch für mein neues Album überrascht mich dennoch. Soulmusik aus Deutschland? Dieses Genre ist doch bei uns gar nicht vorhanden. Deswegen fand ich es umso erstaunlicher, dass die Leute die Platte so umarmen.“

Joy erklärte außerdem, warum das Album für sie eine Art der Selbstbehauptung ist und warum man sich auch in der Liebe mehr trauen sollte.

Foto: (c) Universal / Eva Baales / Vertigo Berlin