Sascha von „Madsen“ über politische Texte: „Ich bin überrascht wie einfach das ist“

Madsen 30345170-1 bigVorgestern (09.10.) haben „Madsen“ ihr neues Album „Nagut dann nicht“ rausgebracht. Auffällig ist: Es klingt jetzt eher nach Punk und die Texte sind politisch. Bisher war Politik nie offensichtlich Thema in den Songs.

Im Interview mit „Neon“ sagte Sascha dazu: „Wir haben das in den Texten immer ein bisschen versteckt, weil wir nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommen wollten. Mit dieser Musik und auch in dieser Zeit ist es einfacher, sich zu positionieren.“ Sebastian fügte hinzu: „Ich hatte immer ein bisschen Schiss davor, politische Lieder zu schreiben. Jetzt bin ich überrascht, wie einfach das ist. Die politische Haltung zu zeigen ist überhaupt nicht schwer, denn das sind ja auch wir. Unseren Song ‚Du schreibst Geschichte‘ haben wir gewissermaßen aus der Not zu einem politischen Lied gemacht.“

Sebastian erklärte auch, wie die Band im Lockdown funktioniert hat: „Sascha und ich haben uns erst im Juni nach einem halben Jahr wieder gesehen. Wir waren auch bei unseren Eltern erst mal total vorsichtig. Ich habe meinen Eltern aus fünf Metern Entfernung an der Tür Hallo gesagt, obwohl wir uns auch monatelang nicht gesehen hatten. Dann habe ich eine Woche gewartet, ob es mir gut geht, und mich dann erst mit ihnen an den Tisch gesetzt. Wir waren da sehr vorsichtig.“

Foto: (c) Universal Music