„System Of A Down“: Serj Tankian ist frustriert

System Of A Down 30346778-1 bigMeinungsverschiedenheiten können ja auch bereichernd sein, aber bei „System Of A Down“ sind die Unterschiede schon sehr drastisch. Frontmann Serj Tankian hat zugegeben, dass es ihn nervt, dass sein Bandkollege John Dolmayan dem anderen politischen Lager angehört. So findet Tankian es in der Tat „frustrierend“, dass sein Band-Kollege öffentlich seine Unterstützung für US-Präsidenten Donald Trump äußert.

Im Gespräch mit dem „Forbes Magazin“ sprach Tankian über die derzeitige Krise in seiner kulturellen Heimat und der Republik Arzach. Dabei kam er auf Dolmayan, der ebenfalls armenische Wurzeln hat. Tankian sagte: „Er ist mein Schwager und mein Schlagzeuger. Ist es frustrierend, politisch auf der gegenüberliegenden Seite deines Drummers und Schwagers zu stehen? Ja, verdammt. Natürlich ist es frustrierend. Aber das hat mit amerikanischer Politik zu tun. Was armenische Angelegenheiten angeht, sind wir exakt der gleichen Meinung. Wir wissen, welche Ungerechtigkeit geschieht, wir arbeiten zusammen. Wir machen verschiedene Auktionsaktivitäten und arbeiten an vielen Fronten zusammen. Die armenische Nation ist vereint, egal ob du für die Republikaner, die Demokraten oder keinen von beiden gestimmt hast. Aber ich habe Bernie Sanders unterstützt, und tue das immer noch. Ich finde, er wäre immer noch die beste Wahl gewesen. Aber Biden ist okay für mich. Die Wahlen stehen an und normalerweise äußere ich mich viel dazu. Doch dieser Krieg und die täglichen Todeszahlen haben wirklich das gesamte Spektrum meines Fokus eingenommen.“

Foto: (c) Danny Clinch / Sony Music