„Extrabreit“: „Wir haben unsere Mission noch nicht erfüllt“

Extrabreit 30366007-1 bigIn den 80er-Jahren waren „Extrabreit“ eine große Nummer in Deutschland. Die Jugend feierte sie für ihre Hits „Hurra, Hurra, die Schule brennt“ oder „Kleptomanie“. Am 13.11. hat die Band um Kai „Havaii“ Schlasse ihr neues Album „Auf Ex!“ veröffentlicht.

Im Interview mit „ntv.de“ verrieten Havaii und Gitarrist Stefan „Kleinkrieg“ Klein, wieso sie nach 42 Jahren Karriere immer noch da sind. Kleinkrieg sagte lachend: „Ganz einfach: Weil wir noch leben. Wir haben unsere Mission noch nicht erfüllt. Es macht immer noch Spaß. Es ist zu spät, um aufzuhören. Jetzt haben wir ein neues Album gemacht und den Hut in den Ring geworfen. Mal sehen, was noch so passiert. Vielleicht werden wir noch einmal eine Riesennummer.“ Havaii fügte noch hinzu: „Als wir 2002 wieder angefangen haben zu spielen, hat kein Hahn nach uns gekräht, da sind wir ganz schön durch den Schlamm gewatet. Da waren die Clubs ziemlich leer. Dass wir das damals durchgehalten haben, wundert mich heute noch. Wahrscheinlich ist das aus einer bestimmten Trotzhaltung heraus geschehen. Wir haben uns gesagt: ‚Wir geben nicht auf und ziehen das durch.‘ Umso schöner war es zu sehen, wie es nach schweren Zeiten auch wieder stetig nach oben gegangen ist. Wir haben in den zurückliegenden Jahren wieder ein Level erreicht, auf dem es nicht nur Spaß macht, sondern sich auch finanziell lohnt.“

Ihre geplante Weihnachtstour mussten „Extrabreit“ aufgrund von Corona absagen. Dazu sagte Kleinkrieg: „Dieses Jahr können wir tatsächlich total knicken. Bis auf das Album und ein paar Unplugged-Auftritte (Anm. d. Red.: „Havaii & Kleinkrieg – Lesung & Unplugged“) haben wir nichts gemacht.“

Foto: (c) Throne Of Rock / Marianne Klinger