Gentleman und die Entstehung von „Blaue Stunde“

Gentleman 30371611-1 bigAm 20.11. hat Gentleman sein neues Album „Blaue Stunde“ rausgebracht. Sein erstes Album, komplett in deutscher Sprache.

Im Interview mit „musikexpress“ verriet der Sänger, ob er deshalb länger gebraucht hat, als sonst. Er sagte: „Die richtigen Wörter zu finden ist mir nicht so schwer gefallen, wie Wörter, die man dann auch musikalisch rollen kann. Das war ein Prozess um eine musikalische Sprache innerhalb der eigentlichen Sprache zu finden. Ein Wort wie „Kopf“ ist einfach schwer zu singen. So vom Sound her. Das habe ich am Anfang unterschätzt. Ich habe viele Demos gemacht, die ich nach einer Woche schon wieder kacke fand. Es gibt so zwischen 60 und 80 Ideen und fast fertige Songs, wovon es letztlich 16 auf das Album geschafft haben. Das war ein ganz anderer Ablauf, als bei den englischen Alben. Aussieben und schauen, was sich nicht nach mir anfühlt.“

Bei seinem neuen Album bekamt Gentleman Unterstützung von Damian Davis, Samy Deluxe, Mario „Malo“ Wesser und Mark Forster. Auf die Frage, wie das harmoniert hat, sagte Gentleman, der mit gebürtigem Namen Tilmann Otto heißt: „Ich habe mich immer durchgesetzt. Das ist ja mein Album mit meinem Namen drauf. Ich dachte oft: Das würde ich privat nicht sagen. Das kann man immer ganz gut überprüfen mit Gedanken wie: Benutze ich die Wörter, die ich da singe, auch, wenn ich mich privat mit dir unterhalte? Die erste Frage, die ich mir immer gestellt habe, war: Warum will ich jetzt diesen Song schreiben? Was will ich ausdrücken und was soll der Song bei dir auslösen? Damit die Songs am Ende auch nicht austauschbar sind. Ich musste immer wieder überprüfen, ob ich mit den Sachen auch cool bin.“

Foto: (c) Universal Music / Buenning