David von „Soilwork“: Arzt und Musiker in der Pandemie

Herdringen Jagdschloss LooMeeDavid Andersson, Gitarrist der schwedischen Band „Soilwork“, ist nicht nur Musiker, sondern auch auch Arzt. Wie es für ihn ist, in einer Pandemie als Arzt zu arbeiten, das verriet er im Interview mit „Metal.de“.

Er sagte: „Die Sache, die Covid-19 von der Grippe unterscheidet, ist eigentlich, dass die Leute über so einen langen Zeitraum krank werden. Wenn du eine normale Grippe bekommst, bist du vielleicht eine Woche krank, mit Covid-19 kann es sein, dass du für sechs Wochen Sauerstoff brauchst. Es dauert einfach länger. Ich hatte es selber im März und ich war knapp einen Monat krank. Das ist ein großer Grund, warum es so eine Belastung für das Gesundheitssystem ist.“ Weiter sagte er: „Viele Leute reden über die Sterberate, aber die ist im Vergleich zu anderen Infektionskrankheiten gar nicht so hoch, aber die Länge der Krankheit und die Symptome können sich über einen Monat ziehen und dann liegst du halt auch einen Monat im Krankenhaus. Das ist etwas, das die Krankheit von den meisten Atemwegserkrankungen unterscheidet.“

Wie es mit der Band jetzt weitergeht, dazu sagte er noch: „Im Januar gehen wir mit ‚Soilwork‘ zurück ins Studio, um das nächste Album aufzunehmen. Da ich nicht denke, dass vor Ende 2021 Tourneen oder Festivals stattfinden werden, werden wir einfach damit weiter machen, Dinge aufzunehmen und zu veröffentlichen. Hoffentlich werden unsere Fans sich unterhalten fühlen und es gut finden, dass wir Musik produzieren und sie aus der Ferne unterhalten.“

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