„Leoniden“: „So blöd es klingt, aber die Platte hat von der Coronakrise profitiert“

Leoniden 30347433-1 bigEben erst haben die „Leoniden“ ihren neuen Song „Funeral“ rausgebracht, schon kündigen die Jungs aus Kiel für 20. August 2021 ihr neues und somit drittes Studioalbum an.

Im Interview mit „musikexpress.de“ sagte Gitarrist Lennart: „Es ist kein Corona-Album. Wir haben 2019 angefangen, daran zu arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt wusste ja noch niemand, was 2020 auf uns zurollen würde. Die Corona-Krise hat natürlich im Laufe der Aufnahmen mit reingespielt, denn wir haben sie an allen Ecken und Kanten zu spüren bekommen. Aber wir behandeln Corona thematisch so gut wie gar nicht auf der Platte. Bedingt dadurch, dass alle Festivals und Touren ausfielen, hatten wir auf einmal Zeit. Diesen Puffer, von einem Jahr mehr, konnten wir voll und ganz in die Platte stecken. Wir konnten viel mehr Dinge ausprobieren und haben es auch immer weitergetrieben. So gesehen ist es vielleicht schon ein Corona-Album und so blöd es klingt, aber ich denke, die Platte hat wahnsinnig profitiert von der Krise.“

Über das neue Album, das „COMPLEX HAPPENINGS REDUCED TO A SIMPLE DESIGN“ heißen wird, sagte Frontmann Jakob: „Wir wollten dem Jahr einen künstlerischen Wert geben. Denn wir konnten aus gutem Grund nicht mehr dem nachgehen, was uns ausmacht. Allein dass es ein Doppel-Album geworden ist, sagt vieles. Wir spielten die Songs in mehreren Etappen ein, denn die Pandemie zwang uns teilweise dazu. Die Aufnahmen waren Wochen vor der letzten Songauskopplung fertig und wir alle 100-prozentig zufrieden. Der Release liegt noch sehr weit in der Ferne, aber für uns greifbar nahe, denn wir brauchten diesen Fixpunkt.“

Foto: (c) Universal Music / Maximilian Koenig