DISSY und Mine besingen Bipolarität auf neuer Single „freak“

DISSY (1) by Corn Dawg Records bigAnders sein, ein wahnwitziger Freak. Einer, der sich freiwillig den Ruf zerstört, statt Idolen nachzueifern und sich dem Spießeralltag anzupassen. Rapper DISSY, Spezialist für verklausuliert-verspielte Schwermut, und Mine, singendes Sinnbild freigeistigen Deutschpops, sind diese Hirngespinste bekannt. Irgendwie wissen sie selbst nicht so richtig, ob sie Freaks oder Normalos sind. Vertraut man allerdings auf den Intro-Track von DISSYs neuer EP „bugtape side b“ (VÖ: 05.02.), kann man zumindest davon ausgehen, dass er es gewohnt ist, aus der Reihe zu fallen. Und, dass er ein Mensch voller Makel ist, ein Mensch voller Asynchronität, für den sowohl Hollywood als auch Straßengraben erreichbarer scheinen als das Vorstadt-Reihenhaus.

„freak“ spiegelt – textlich und musikalisch – Bipolarität, ist gezeichnet von gnadenlosen Brüchen zwischen harten Drums und seicht anmutendem Sing-Sang im von DISSY selbst produzierten Klanggerüst. Allgemein liebt DISSY das Spiel zwischen Harmonie und Chaos. Irgendwo zwischen Offenherzig- und Empfindungslosigkeit, ist der von Erfurt nach Berlin immigrierte Rapper das ehrliche Spiegelbild einer missverstandenen, orientierungslosen Generation.

DISSY – „freak“ (feat. Mine) erschien gestern! Also schnell mal auf die Ohren damit!

Foto: (c) Corn Dawg Records