„Markus Lanz – Schweden ungeschminkt“

ZDF zeigt Doku "Markus Lanz - Schweden ungeschminkt"Schweden gilt als Vorreiter in politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Fragen und entscheidet sich häufig für einen eigenen Weg. In der Dokumentation „Markus Lanz – Schweden ungeschminkt“ gehen Markus Lanz und die Autorin Silke Gondolf am Donnerstag, 11. März 2021, 23.15 Uhr, im ZDF, der Frage nach, ob SARS-CoV-2 erstmals die Grenzen des schwedischen Sonderwegs aufzeigt.

Während der Coronapandemie hat sich Schweden selbstbewusst für einen Sonderweg entschieden. Als in vielen Ländern Europas das öffentliche Leben zum Stillstand kam, blieben schwedische Restaurants, Geschäfte und Schulen lange geöffnet. Seit Beginn des Jahres steigen die Infektionszahlen jedoch an, und es zeigte sich, dass das Vertrauen der Regierung in ein verantwortungsvolles und eigenständiges Handeln der schwedischen Bevölkerung nicht ausreicht, um die Pandemie zu kontrollieren. Die moralische Supermacht Schweden und dessen Selbstbewusstsein scheinen erstmals angegriffen, die Debatte um den Preis der persönlichen Freiheit spaltet die Gesellschaft.

Markus Lanz spricht mit einem der Architekten der schwedischen Anticorona-Strategie, dem Arzt und Staatsepidemiologen der schwedischen Behörde für öffentliche Gesundheit, Anders Tegnell. Ärzte des Stockholmer Karolinska-Universitätskrankenhauses berichten über den Verlauf der Pandemie an vorderster Front und geben Einblicke in die kontroverse politische Debatte über die richtigen Maßnahmen im Kampf gegen COVID-19. Die schwerwiegenden Auswirkungen, die die Pandemie auf die schwedische Gesellschaft und deren Selbstverständnis haben, ordnet der Historiker Lars Trägårdh ein. Nils Stenberg, Manager der weltweit größten Eisenerzmine, skizziert die negativen Folgen der Coronapandemie auf weite Teile der schwedischen Wirtschaft. Markus Lanz spricht mit Menschen unter anderem in Stockholm, Pajala, Kiruna und Schwedisch Lappland über ihren persönlichen Blick auf die Pandemie und das eigene Land, über ihre Sorgen, Hoffnungen und Wünsche.

Foto: (c) ZDF / Silke Gondolf