Selig: Ihr neues Studioalbum “MYRIADEN” ist da

Selig 30371329-1 bigMit ihrem neuen Studioalbum “MYRIADEN” kehren Selig vereint zurück. „MYRIADEN“ ist politisch, aber zugleich wahnsinnig menschlich. Ein Aufruf für mehr Engagement, aber auch für mehr Empathie und Miteinander. „Wir sind seit geraumer Zeit, angesteckt durch unsere Kinder und Fridays for Future, Aktivisten. In unserem Proberaum ging es kaum um andere Themen als die Klimakatastrophe und den aufkommenden Faschismus“, erklärt Sänger Jan Plewka. „Wir sind einfach der Ansicht, dass im Moment mehr falsch als richtig läuft und unser Ziel war es, das auf eine selige Art und Weise auszudrücken.

Zwei Jahre lang haben Selig an dem Album geschrieben. Am Ende hatten sich 96 Songs, Ideen und Skizzen angesammelt – was eben auch daran liegt, dass ihnen so wahnsinnig viel auf der Seele brannte. Themen wie Umweltzerstörung und das irrsinnige Tempo, mit dem unsere Welt sich dreht, ziehen sich wie ein roter Faden durch das Album. 26 Jahre nachdem sie in den H.O.M.E. Studios des Hamburger Produzenten Franz Plasa ihr selbstbetiteltes Debütalbum aufgenommen haben, kehrten sie nämlich an genau jenen Ort zurück.

Und weil es gerade so gut groovte, kam der Band im Studio dann auch die Idee, die Songs im Anschluss an die Album-Produktion noch mal als Live-Versionen einzuspielen. Vier Songs sind Anfang Dezember bereits in Form der EP „Myriaden Live Takes“ erschienen. Das komplette Live-Album gibt es auf dem Limited Deluxe Digipack 2 CD Album und der 2 LP Limited Vinyl Fan Box. Letzterer liegt zudem ein Selig-Notizbuch bei – weil auch Plewka seit Jahren Notizbücher für seine Ideen nutzt. „Manche Leute haben Taschentücher für ihren Rotz, ich habe Taschenbücher“, grinst er. „Ich habe Zuhause eine Wand mit 200 bis 300 Büchern. Das ist meine Bibliothek, mein Heiligtum. Oft greife ich wahllos da rein, hole eins raus und finde vielleicht Zeilen, die über Jahre gereift sind wie ein guter Wein – und daraus entsteht dann ein Lied. Wenn unser Haus brennen würde, wären meine Notizbücher auf jeden Fall das erste, das ich retten würde.“

Foto: (c) Dennis Dirksen / Universal Music