„Terra X“ auf Expedition mit Unterwasserarchäologe Florian Huber

Im ZDF: "Terra X" auf UnterwasserexpeditionDr. Florian Huber ist Forschungstaucher und Unterwasserarchäologe: Er untersucht Wrackfunde wissenschaftlich, erkundet spektakuläre Unterwasserhöhlen, erprobt moderne Methoden für die Unterwasserarchäologie und ist für den Schutz der Biodiversität in den Meeren unterwegs. Für die „Terra X“-Dokumentation „Geheimnisse aus der Tiefe“ am Sonntag, 21. März 2021, 19.30 Uhr im ZDF, tauchen der Forscher und sein Team in Deutschland und Schweden – im Walchensee, in der Wimsener Höhle, der Ostsee und im Meeresnationalpark Kosterhavet. Die Sendung steht ab Mittwoch, 17. März 2021, um 10.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Mit 192 Metern ist der Walchensee einer der tiefsten Gebirgsseen Deutschlands. Im Zweiten Weltkrieg stürzte ein britischer Bomber vom Typ Avro Lancaster in das Gewässer. Nach mehr als 50 Jahren ist Florian Huber der Erste, der die Überreste des Flugzeuges wissenschaftlich untersucht. Von Bayern aus reist der Forscher nach Schweden, um im Meeresnationalpark Kosterhavet zu tauchen. Etwa 97 Prozent des Schutzgebietes liegen unter der Meeresoberfläche, mehr als 12.000 Tier- und Pflanzenarten machen dieses Gebiet so einzigartig.

Nicht weniger aufsehenerregend ist die Schwäbische Alb mit ihren weltberühmten Artefakten aus der Steinzeit. Florian Huber besucht die aktuellen Ausgrabungen im Hohle Fels und trifft den Ausgrabungsleiter Professor Nicholas Conard, den Entdecker eines der ältesten Kunstwerke der Menschheit, der Venus vom Hohle Fels. Sein eigentliches Ziel aber ist die für die Öffentlichkeit unzugängliche Wimsener Höhle. Bronzezeitliche Knochenfunde führen seit Jahren zu Spekulationen. Florian Huber will eine DNA-Probe nehmen und die sogenannte Schatzkammer mit einem 3-D-Laserscanner vermessen.

Ein Wrack hat es Florian Huber ganz besonders angetan: die „Hedvig Sophia“ – das einstige Flaggschiff der königlich-schwedischen Marine und Stolz der Nation. Das schwedische Kriegsschiff lief im April 1715 nach einem Seegefecht zwischen Dänemark und Schweden in der Kieler Förde auf Grund. 2008 wurde das Wrack entdeckt, aber nicht geborgen. Florian Huber taucht zu den Relikten der „Hedvig Sophia“, um ihren Zustand zu überprüfen. Im Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz trifft der Forscher den Leiter für Digitale Medien der Hochschule Mainz, Professor Michael Orthwein. Gemeinsam mit seinen Studenten hat er eine VR-Technik entwickelt, die vor allem jüngere Museumsbesucherinnen und -besucher einladen soll, virtuelle Tauchgänge zu Schiffswracks zu unternehmen und aktiv nachzuerleben, wie Unterwasserarchäologen arbeiten.

Foto: (c) ZDF / Florian Huber