Neue Single von Alex Christensen: „Never Gonna Give You Up“ feat. Mike Singer

Alex Christensen 30364055-1 bigKlassenkampf, technologischer Fortschritt, die lieben, aufkeimenden Hormone, Lust aufs Zusammenkommen: Es gibt zig gute Gründe dafür, warum sich die Popmusik über Jahrzehnte hinweg konstant erneuerte. Jede Generation brauchte ihren eigenen Sound, jede Dekade kannte eine Hit-Schmiede, die ihren Klang definierte. Was die Handvoll Motown-Songwriter für die 60’s, und die Disco-Komponisten für die 70’s waren, verkörperten die drei Engländer Stock, Aitken, Waterman, abgekürzt SAW, in den 80’s. Ihr Studio galt bis in die 90er-Jahre hinein als musikalisches Gewächshaus für Charts-Topper rund um den Globus – auch, weil sich die drei Pop-Spürnasen der Künstler-Entwicklung verschrieben hatten. Sie witterten förmlich Talente, deren Besonderheiten solange ausgearbeitet wurden, bis sie sendungsreif waren. Eins dieser Talente war Rick Astley, für den SAW ihren größten Hit „Never Gonna Give You Up“ schrieben. Der energetisch-melodische Song wurde im Juli 1987 veröffentlicht und hob raketenartig Richtung #1 ab. Rund um den Globus erklomm der Smash die Pole-Positions der Charts, darunter in den USA, in England, Deutschland, Kanada, Australien, Schweden und Spanien.

Es hagelte Gold- und Platin-Awards auf beiden Seiten des Atlantiks für „Never Gonna Give You Up“, ein Signet-Stück der 80’s, das für den jungen Alex Christensen viel mehr war als ein Hit. Er studierte die Entstehung des Songs und das Konzept der großen Stock, Aitken, Waterman genau. Dabei fand er heraus, dass ihre Musik stark vom damaligen Underground, von HI-NRG Dance-Music geprägt war, die SAW charttauglich gestalteten. Ein paar Jahre später, Mitte der 90er-Jahre, wurde Alex Christensen selbst die prägende Hitschmiede der Dekade in Personalunion. Auch er popularisierte den Underground, dank seines Instinkts und Könnens durften etliche Nachwuchstalente globale Hits feiern. Es erscheint vollkommen logisch, dass Christensen den Helden Stock, Aitken, Waterman und „Never Gonna Give You Up“ auf seinem neuen Album nicht nur Tribut zollt, sondern auch gleich noch ein frischglänzend-orchestrales Denkmal setzt.

Unzählige, weltweite Hits gingen in den letzten drei Jahrzehnten auf Alex Christensens Konto. Seinen Status als Ausnahmekünstler in der globalen Musiklandschaft untermauerte er einmal mehr 2016. Sein Plan: der Musik der 90er-Jahre, an deren Gestaltung er so erfolgreich wie kein Zweiter beteiligt war, wollte er jenseits von Techno-Dance-Gesetzen neue Horizonte eröffnen. Im Oktober 2017 konnte er stolz „mission accomplished!“ vermelden: „Classical 90’s Dance“ stand in den Läden und wurde prompt vergoldet.

Neu arrangierte Dance Music-Hits der 90er-Jahre klangen darin völlig anders. Sowas hatte man noch nie gehört! Die Formel „Elektronik trifft auf Orchestersounds“ wurde selbst ein Hit. Zwei weitere „Classical 90’s Dance“-Alben später, hatte Christensen endgültig ein neues Genre etabliert: Orchestral Dance Music. Aber Alex Christensen hätte sich nicht den erstklassigen Ruf eines Musikpioniers erarbeitet, wenn er über die Jahrzehnte kein flexibler Impulsgeber geblieben wäre. Der DJ, Producer, Talent-Scout und Songwriter kleidet die Hits der 80er-Jahre auf seinem kommenden Album „Classical 80’s Dance“ in zeitlose Gewänder. Allzeit-Melodien, die in beinahe jedem Gedächtnis verankert sind, machen in Form von neuen Orchester-Arrangements weite Bögen um starre Genre-Grenzen.

Die gleich zu Beginn des brandneuen „Never Gonna Give You Up“-Arrangements fesselnde Stimme klingt vertraut. Der deutsche Shooting-Star Mike Singer, auf dessen Konto ganze vier Top 10-Alben gehen, von denen drei Platz 1 einnahmen, läutet die ultimative Orchesterversion des Erfolgssongs mit frischem, gefühlvollem Gesangsvolumen ein. Alex Christensen und The Berlin Orchestra flankieren Mike Singers Stimme während der ersten Strophe mit außergewöhnlich-rhythmischem Streicher- und Bläser-Einsatz. Direkt im Anschluss wird das Klanggeschehen atemberaubend rasant aufgebaut, bevor ein zeitgemäßer Drum-Beat in den Evergreen-Refrain führt, der wahrhaftig jeder und jedem gut im Gehörgang liegt. Wetten, dass Alex Christensens Neuversion des Chart-Klassikers fast 35 Jahre nach dessen Erstveröffentlichung erneut auf jedem Kontinent für gespitzte Ohren sorgen wird?

Foto: (c) Marcel Brell