Mitski präsentiert neue Single “Heat Lightning” inkl. Video

Mitski_Credit_Ebru YildizMit Laurel Hell hat Mitski vergangenen Monat ihr neues Album für den 4. Februar via Dead Oceans und damit eine der Highlight-Veröffentlichungen des Jahres 2022 angekündigt. Jetzt präsentiert uns die Musikerin ihre fesselnde neueste Single “Heat Lightning” inklusive einem von Alex Moy geschaffenen animierten Lyrik-Video. “I needed songs that could help me forgive both others and myself…I needed to create this space mostly for myself where I sat in that gray area”, erklärt Mitski zum Ursprung von Laurel Hell.

So wie mit allen Songs auf Laurel Hell nimmt auch “Heat Lightning” diesen Raum ein. Ursprünglich auf dem Klavier geschrieben, ist der Song eine hypnotische und melancholische Ode an die Insomnie, in der das “sleeping eyelid of the sky” sich zur Hälfte des Tracks in eine sinnliche R&B-Richtung entwickelt. Im Verlauf des Tracks gesteht sich Mitski ein: „And there’s nothing I can do // Not much I can change // Can I give it up to you // Would that be okay? // There’s nothing I can do // Not much I can change // I give it up to you // I surrender.”

Mitski schrieb viele Songs für Laurel Hell während und teilweise vor 2018. Das Album wurde allerdings erst im Mai 2021 final abgemischt. Es ist die längste Zeitspanne, die Mitski jemals für ein Album gebraucht hat und die für die Musikerin inmitten einer radikal veränderten Welt endete. Mitski nahm Laurel Hell mit ihrem langjährigen Produzenten Patrick Hyland in der Zeit der Isolation während der Pandemie auf. Das Album als Ganzes entwickelte sich “to be more uptempo and dance-y. I needed to create something that was also a pep talk”, fügt Mitski hinzu. Wie schon in den ersten beiden Singles “The Only Heartbreaker” und “Working for the Knife” erkennbar, ist die Spannung, die zwischen ihren raffinierten, aber wehmütigen Texten und dem sprudelnden Pop-Sound der 1980er-Jahre entsteht, eine dringend benötigte Infusion in Zeiten wie diesen und das Werk einer reifen wie unwiderstehlichen Künstlerin, die auch zu fröhlich ansteckenden Dance-Beats immer noch etwas Profundes zu sagen hat.

Laurel Hell ist Soundtrack der Transformation: Eine Landkarte zu einem Ort, in dem Verletzlichkeit und Resilienz, Sorge und Freude sowie Irrtum und Transzendenz alle einen Platz innerhalb unserer Menschlichkeit finden und nicht nur eine Zurkenntnisnahme verdienen, sondern letztendlich auch liebenswert sind. Mit diesem Album zementiert Mitski ihre Reputation als Künstlerin, die genau diese Kraft besitzt – ihre Fähigkeit und Talent, eine Alchemie auszuüben, welche unseren wildesten und entfremdeten Erfahrungen zu einem Elixier und Gegenmittel für genau diese werden lässt. “I wrote what I needed to hear”, erklärt Mitski. “As I’ve always done.”

Foto: (c) Ebru Yildiz