Emir Taha veröffentlicht seine neue Single „Kalp Çare Arar“

emir tahaFür viele gilt Emir Taha als das nächste große Ding der globalen Musiklandschaft – weil er eine klare, große und internationale Mission verfolgt. Der Wahllondoner mit türkischen Wurzeln, hat sich der 25-Jährige von Anfang an die Verknüpfung von Tradition und Moderne, von Wurzeln und Wahlheimat auf die Fahne geschrieben. Er verschnürt die Klänge und Traditionen seines Heimatlands mit zeitgenössischen Alternative-R&B-Entwürfen, mit überraschenden Electronica-Elementen – so dass eine musikalische Brücke zwischen Ost und West entsteht. Naher Osten meets Westzeitgeist.

Sozialisiert mit klassischer Gitarre, klingen in der Musik des 25-Jährigen auch türkische Psychedelic-Elemente an, während andere Dinge ganz klar aus South London stammen, die Beats im Fundament z.B. eher an Lo-Fi-/Bedroom-Production-Styles à la Jai Paul (mit Faible für The Weeknd) erinnern. „Es gibt so viele Hürden, die man als türkischer Künstler erst einmal nehmen muss, um international überhaupt sichtbar zu werden… die Sprache, die ganze Kultur“, holt er aus. „Mein Ziel ist es, die Sache so groß wie möglich zu machen.“

Ein gutes Stück dieser Wegstrecke hat er bereits zurückgelegt. Allein im Jahr 2021 ist bei ihm – trotz Pandemie – unglaublich viel passiert. Noch ohne großen Plattenvertrag veröffentlichte er ein ambitioniertes, zweiteiliges EP-Projekt – Hoppa pt.1 und pt. 2. Seine oben skizzierte Herangehensweise und seinen einzigartigen Style hatte er damit schon mal grob definiert. Wenig später landete er in der Türkei sogar einen offiziellen #1-Hit (!): „B.S.G.“, aufgenommen mit YouTube-Größe und Rapper BEGE. Was ihm wiederum einen Eintrag auf der Liste der „Voices of the Future“ von GQ bescherte. Endgültig zum Durchbruchsjahr wurde 2021, als er zuletzt auch noch auf der „100 List“ vom NME auftauchte. Inzwischen als Co-Signing zwischen Polydor und URBAN unter Vertrag, arbeitete er zuletzt intensiv an den nächsten Hitkandidaten fürs Jahr 2022 …

Ein phänomenaler Start also, wobei die Pandemie natürlich doch alles verändern sollte: Dank seines #1-Hits mit BEGE zwischendurch einer der größten Newcomer in der Türkei, konnte er beispielsweise noch gar nicht in die alte Heimat zurückkehren, um dort mit seinen Fans abzuklatschen. Die beiden hatten zu dem Song, dessen Beat aus Emirs Feder stammt, ein lustiges Video à la Saturday Night Live aufgenommen, das an eine „Eurovision“-Performance aus den Siebzigern erinnerte – doch dann kamen die Reisebeschränkungen: Emir wartet nach wie vor aufs Visum für den längst überfälligen Türkei-Trip. „Ich habe dadurch leider gar nicht mitbekommen, wie meine Songs dort in der Stadt auf den Straßen zu hören sind – und auch Konzerte waren nicht drin“, berichtet er. „Immerhin haben meine Freunde mir Videos geschickt, in denen der Song in Bars läuft. Oder von anderen Künstlern, die ihn zum Warmwerden vor der eigenen Show spielen – und alle singen mit. Ist zwar vielleicht nicht ganz die Größenordnung, aber ein bisschen was von Searching For Sugar Man hatte dieser Moment schon.“

https://youtu.be/nYUyu4M_h7w

Foto: (c) Universal Music